Die Immobiliensuche
Meine Schwester wohnte schon lange
bei uns, weil sie sich wegen dem Studium keine eigene
Wohnung leisten konnte. Wir hatten keine Kinder und so war
das dafür vorgesehene Kinderzimmer frei, das sie nun
schon drei Jahre bewohnte.
Wir träumten oft von einem eigenen
Haus, aber die Immobiliensuche war bisher immer erfolglos,
weil uns zum einen nicht genügend Geld zur Verfügung
stand und ein Kredit für uns nicht in Frage kam.
Dieses Jahr wollten wir die
Immobiliensuche intensiver angehen, weil meine Schwester
mit dem Studium fertig werden würde und sich dann eine
eigene Wohnung leisten konnte. Sie war auch in der letzten
Zeit sehr ruhig geworden, sprach das Thema der Wohnung überhaupt
nicht mehr an. Wir hatten schon Sorge, was wohl sein könnte,
wollten das Gespräch aber auch nicht darauf bringen, um
sie wegen einer eigenen Wohnung nicht unter Druck zu
setzen.
Als ich heute zum Briefkasten vor das
Haus
ging,
weil ich wegen neuer Immobilien in der Zeitung schauen
wollte, lag da ein Brief aus den USA drin, der an meine
Schwester gerichtet war. Meine Gedanken überschlugen
sich. War sie deshalb so schweigsam, weil sie sich nicht
traute, uns zu sagen, dass sie nach dem Studium in die USA
wollte oder was hatte es mit den Brief auf sich? Ich legte
ihn besondern sichtbar auf die Flurgarderobe, so das sie
ihn nicht übersehen konnte. Wenn sie nach Hause kommt,
wollte ich ihren Gesichtsausdruck sehen, wenn sie den
Brief öffnete. Lange brauchte ich auch nicht zu warten,
bis ich das Geräusch von Schlüsseln hörte, als meine
Schwester die Wohnungstür aufschloss. Ihr
erster Blick ging auch zur Post, als hätte sie schon
lange auf diesen Brief gewartet. Sie nahm in die Hand, drückte
ihn gegen ihren Oberkörper und es schien fast so, als würde
sie beten. Dann bemerkte sie mich und sah still zu mir rüber.
Ohne ein Wort ging sie in ihr Zimmer. Unsicher ging ich
ein paar Schritte auf ihre Zimmertür zu, um dann aber
doch stehen zu bleiben und mir die Zeitung zu nehmen, weil
ich ja wegen der Immobiliensuche reinschauen wollte.
Plötzlich hörte ich meine Schwester
sprechen und beim genaueren hinhören, hörte ich
englische Worte, die ich leider nicht verstand. Sie
telefonierte wohl grad mit dem Absender von diesem Brief.
Voller Erwartung wartete ich auf das
Ende des Gesprächs, weil ich glaubte, sie wolle dann mit
mir reden, denn wir beiden Schwestern sprachen eigentlich
über alles und das seit frühester Kindheit an.
Unkonzentriert las ich die Anzeigen der Immobiliensuche in
der Zeitung und ich sollte noch heute erfahren, was es
doch für einen Zusammenhang zwischen diesen Brief und
unserer Immobiliensuche geben sollte.
Das Ende der Kurzgeschichte zur Immobiliensuche kann sich jeder selbst
ausdenken oder die nächsten Tage hier mal schauen, wenn
ich sie beende. Noch eins. Beachten sie immer, wie weit
sie über das nötige Geld
verfügen, wenn sich mit den Gedanken tragen, eine
Immobilie zu kaufen. Die Folgekosten zur
Immobilienunterhaltung und Pflege sind nicht zu
unterschätzen.
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