Eine Familie suchte eine neue Wohnung, weil
sich das vierte Kind angesagt hatte. Sie lebten zur Zeit in einer
kleinen Dreizimmerwohnung mit Küche und Bad. Jeden Tag suchten sie
in den Anzeigeblättern nach günstigen Angeboten. Da sie beide
nicht viel Geld verdienten, musste die neue Wohnung auch billig
sein .Zu oft hatten sie sich schon Wohnungen angesehen. Die Enttäuschung
war immer sehr groß, wenn sie erfuhren, was alles für
Nebenkosten erbracht werden sollten.
Heute war es wieder soweit. Sie wollten sich
eine Wohnung ansehen, die einen erschwinglichen Mietpreis hatte
und als kinderfreundlich angepriesen wurde. Es wurden vier Zimmer
mit einem zusätzlichen Raum unter dem Dach angeboten. Schon am Frühstückstisch
malten sie sich wieder ihr neues Zuhause aus, was sie so oft
gemacht hatten und immer wieder enttäuscht nach Hause gingen.
Auf dem Weg mit den Kindern, wurden sie immer ruhiger, weil sie an die
vielen Versuche dachten, die sie mit der Wohnungssuche schon
hatten.
Als sie ankamen stellten sie fest, dass sich
schon einige Interessierte für die Wohnung versammelt hatten.
Alle gingen jetzt gemeinsam durch die Räume. Die Wohnung
entsprach genau ihren Vorstellungen. Die Kinder hätten genug
Platz und auch die Küche war für ein gemeinsames Essen wie für
sie gemacht.
Jeder erhielt beim Verlassen der Wohnung
einen Antragsschein, der in den nächsten Tagen eingeschickt
werden sollte. Als die Familie an dem Vermieter herankamen, sagte
dieser gleich, dass sie mit den vielen Kindern keine Chance haben
würden, die Wohnung zu bekommen.
Enttäuscht gingen sie langsam nach Hause.
Sie hatten sich gerade auf diese Wohnung gefreut, weil sie als
kinderfreundlich angepriesen wurde. Sie verstanden gar nichts
mehr. Sie suchten die Anzeige noch mal raus und gingen damit zu
einer Mieterberatung, weil sie so wütend über den Vermieter
waren.
Zu ihrer Freude erfuhren sie, dass so was rechtlich wohl nicht so in Ordnung war.
Sie rief bei dem Vermieter an, der auch
zugab, dass er die Anzeigentexte verwechselt hatte. Er lud uns
gleich zu einer anderen Wohnungsbesichtigung ein, weil ihm die
Sache peinlich war. Wir fuhren direkt zu der angegebenen Adresse,
wo er auch schon auf uns wartete. Er entschuldigte sich auch für
das Verhalten seines Maklers, der uns so kurz abgefertigt hatte.
Diese Wohnung übertraf alle ihre
Erwartungen. Es waren insgesamt sechs Zimmer, zwei Bäder, eine Küche
und ein riesengroßer Balkon. Als wir auf dem Hof schauten, sahen
wir einen großen Kinderspielplatz, auf dem sich mehrere kleine
Kinder mit ihren Müttern tummelten. Wir konnten unsere Freude
kaum fassen.
Was Besseres hätten wir nicht finden können.
Da wir zur Zeit die einzigen Bewerber für die Wohnung waren,
machten wir auch gleich alles klar und unterschrieben jeder den
Mietvertrag für eine kinderfreundliche Wohnung.Webtipps:
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